Roggenburg sagt Ja zur Bankenhochzeit

Roggenburg, 09.06.2016

Eindeutiges Votum der Mitglieder der Raiffeisenbank hinterlässt zufriedene Gesichter. Blick geht nun ins Bibertal.

Die Raiffeisenbank Roggenburg-Breitenthal hat ihr Ja-Wort gegeben: Bei der Generalversammlung der Bank im Klostergasthof in Roggenburg stimmten alle 207 anwesenden Mitglieder für eine Fusion mit der Raiffeisenbank Bibertal-Kötz. „Ich bin froh, dass hier keine neue Heuschrecke entsteht, sondern eine heimatverbundene Bank in übersichtlicher Größe und ich denke, ich spreche hier im Namen aller“, meinte einer der Stimmberechtigten.

Andere Delegierte erinnerten vor der Abstimmung zur Bankenverschmelzung an die Fusion der Banken Roggenburg und Breitenthal im Jahre 1999, die fast nur positive Auswirkungen für die Kunden zur Folge gehabt hätte. Aus der Bankenhochzeit geht die „Raiba Mittelschwaben“ mit Sitz in Roggenburg hervor. „Hundert Prozent Zustimmung, das hätte ich nicht erwartet, mir fällt ein Stein vom Herzen, das ist ein großer Vertrauensvorschuss, dem wir auch gerecht werden wollen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Günther Mayer (Raiba Roggenburg-Breitenthal) sichtlich erfreut.

Zusammen mit den Vorständen Hermann Högel (Raiba Bibertal-Kötz) und Martin Ederle (Raiba Roggenburg-Breitenthal) wird er künftig die Geschicke der Raiba Mittelschwaben lenken. Zumindest, sofern die Mitglieder der Raiffeisenbank Bibertal-Kötz am heutigen Donnerstag in Kissendorf auf ihrer Generalversammlung in der Kissendorfer Mehrzweckhalle die „Liebe“ der Wunschpartner aus Roggenburg-Breitenthal erwidern.

Die Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

Unterstützt und kontrolliert wird die künftige Führungsmannschaft von acht Aufsichtsratsmitgliedern. Die vier Aufsichtsratsmitglieder für die Raiba Roggenburg-Breitenthal Tobias Mayer, Ulrich Müller, Rudolf Rittler und Gabriele Wohlhöfler wurden auf der Generalversammlung in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Die vier Aufsichtsräte der Raiba Bibertal-Kötz müssen freilich noch gewählt werden. Auch Roggenburgs Bürgermeister Mathias Stölzle zeigte sich „hoch erfreut“ über die Zustimmung der Delegierten zur Bankenhochzeit.

Besonders der Erhalt der Arbeitsplätze vor Ort und der Erhalt der Filialstruktur seien für ihn die wichtigsten Argumente für die Fusion der beiden Geldinstitute gewesen. „Wir werden weiterhin echte Menschen statt Automaten als Ansprechpartner in Geldangelegenheiten haben und sind mit unseren heimischen Banken nicht den Spekulationen am Weltmarkt ausgesetzt“, sagte er in einem kurzen Grußwort.

Ergebnisse sollen durch Fusion gesichert werden

Landwirte, Häuslebauer und Gewerbetreibende hätten in der Raiffeisenbank Mittelschwaben einen Partner, dem sie in Rat und Hilfe vertrauen könnten. Stölzle bedankte sich auch für den Gewerbesteuerbeitrag der Raiba sowie für ihr kulturelles Engagement und die Unterstützung der Vereine. Daran werde sich auch nach der Fusion nichts ändern, versprach der Vorstandsvorsitzende Günther Mayer, der in seinem Rechenschaftsbericht mit Zahlen unterlegte, dass die Raiba trotz der Verwerfungen am globalen Geldmarkt für ihre Mitglieder immer noch sehr gute Ergebnisse erzielt. Diese würden durch die Bankenverschmelzung auch für die Zukunft gesichert sein. Die künftige „Raiba Mittelschwaben“ wird in den Gemeinden Roggenburg, Bibertal, Bühl, Breitenthal, Kissendorf, Groß- und Kleinkötz präsent sein.